Der Krieg in der Ukraine und seine aktuellen Auswirkungen

25. Februar 2022
Eine Einschätzung der Situation von Karl-Heinrich Mengel

Es herrscht Krieg in der Ukraine – welche Entwicklungen sehen wir an den Aktienmärkten und welche Maßnahmen ergreift die Capitell AG? 

Nachdem gestern Russland mit militärischen Verbänden in der Ukraine eingefallen ist und Putin dem Land zuvor in einer Ansprache den Krieg erklärt hat, sind die Aktienmärkte entsprechend eingebrochen. So liegt der Ölpreis (WTI) nahe USD 100 pro Barrel.

Was bedeutet dies alles für das Portfoliomanagement?

Zunächst die Fakten:

  • Es handelt sich um einen politisch-militärischen Konflikt.
  • Aus westlicher Sicht betreffen die wirtschaftlichen Folgen zunächst vor allem die Energiepreise für fossile Energien. Hier ist besonders Deutschland wegen seiner Abhängigkeit von russischem Gas betroffen.
  • In zweiter Linie ist die Preisentwicklung allgemein betroffen, d. h. die bereits bestehende Inflation wird durch Putins Krieg in unseren westlichen Ökonomien zunächst verstärkt und wahrscheinlich verfestigt.

Was das für die Vermögensverwaltung bedeutet:

  • Kriegerische Auseinandersetzungen stellen regelmäßig einen Schock für die Märkte dar.
  • Sie sind nicht wirklich kalkulierbar, weder im Vorhinein noch währenddessen.
  • Die Erfahrung zeigt, dass es meistens falsch war, zu Beginn eines Krieges Aktienquoten zu reduzieren (Der Dow Jones stieg während des 2. Weltkriegs, 1939 bis 1945, um ca. 50 %; nach dem Einfall der US-Truppen im Irak im März 2003 stiegen die Aktienmärkte, während sie vorher gefallen waren).
  • Die o.g. Erfahrungen mit Kriegen und Aktienmärkten müssen keine Blaupause für die aktuelle Lage sein. Sie zeigen aber, dass man im Kriegsfall u. U. schlecht beraten ist, die Märkte panisch zu verlassen.
  • Für unsere Depots gilt, dass wir glücklicherweise breit diversifiziert sind. Wir haben eine Anteil von lediglich 15 % in deutschen Aktien, dagegen 28 % in US-Aktien.
  • Aktien sind zwar aktuell und kurzfristig kein gutes Investment. Fundamental betrachtet, bleiben Aktien weiter attraktiver als Anleihen (die zehnjährigen US-Treasuries haben gestern und heute quasi nicht von der Krise „profitiert“).
  • Darüber hinaus sind wir in Gold investiert, welches in dieser Lage seine Funktion als „Krisenmetall“ erfüllt.

Zusammenfassung:

  • In der Kriegspanik keine Aktien verkaufen
  • Wir sind breit diversifiziert und haben vergleichsweise wenige Investments in Deutschland.
  • Wir haben unsere Depots frühzeitig diversifiziert und seit 2 Jahren einen deutlichen Schwerpunkt in US-Aktien.
  • Wir werden im Zweifelsfall interessante Kursniveaus nutzen, um in Unternehmen zu investieren, deren Geschäft wir für inflationsresistent halten.

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Heinrich Mengel

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